Bestnote Nomos: Tangente Automatik – Baselworld 2015 Japanische Bewegungsreplik

Nomos Glashütte: Tangente Automatik

Das meistverkaufte Modell von Nomos 931 Replik Glashütte, die Tangente, bekommt ein neues Herz: Das neue Automatikwerk DUW 3001, wobei DUW für Deutsche Uhrenwerke – ein Unternehmen von Nomos Glashütte – steht. Es ist flach und soll für beste Gangeigenschaften sowie für besonders schmale, ausgewogene Proportionen am Handgelenk sorgen. Mit 6,9 Millimetern Höhe ist die neue Tangente Automatik nur einen Hauch dicker als das Handaufzugsmodell – 0,3 Millimeter, um genau zu sein.

Glashütte liegt zwischen Wäldern und Hügeln, eine halbe Autostunde südlich von Dresden im Osterzgebirge. Zwar liegt es fernab der Küste, trotzdem wird er liebevoll als Leuchtturm bezeichnet. Denn der Ort ist ein leuchtendes Beispiel. Die Uhren die dort gefertigt werden, sind weltberühmt und die Uhrmacher der kleinen Stadt zählen zu den begabtesten der Uhrmacherkunst. Um den Qualitätsanspruch von Uhren aus Glashütte zu unterstreichen, hat man die Herkunftsbezeichnung dieses Ortes unter besonderen Schutz gestellt. Mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung am Uhrwerk müssen vor Ort verrichtet werden. Nur dann darf sich eine Uhr mit „Made in Glashütte“ betiteln. Bei Nomos Glashütte/SA ist dieser Anteil extrem hoch. Zwischen 75 und 95 Prozent erfolgen in der Nomos Manufaktur in Glashütte. Es gibt Menschen, die keine Uhr tragen. Schließlich sind zahlreiche praktische Alternativen vorhanden, um die Uhrzeit zu erfahren. Es gibt aber auch Menschen, die finden, dass ein Leben ohne mechanische Uhr irgendwie traurig sei. Irgendwo dazwischen versteht sich Nomos Glashütte/SA, denn bei Nomos geht es um mehr. Es geht um Kultur und Schönheit. Es geht um die Liebe – etwa zum guten Handwerk.

Nomos Glashütte: Tangente Automatik
Nomos Glashütte: Tangente Automatik
[Foto: Holger Wens / Fotografie]
Nomos Glashütte: Kaliber DUW 3001 in der neuen Tangente Automatik
Nomos Glashütte: Kaliber DUW 3001 in der neuen Tangente Automatik
[Foto: Holger Wens / Fotografie]

Gelingen konnte das flache Uhrwerk den Konstrukteuren von Nomos Glashütte mit zwei Tricks: Erstens wurden nahezu alle Kaliberteile zwischen Werkplatte und Dreiviertelplatine montiert, auf zusätzliche Aufbauten ganz verzichtet. Zweitens wurden die Fertigungstoleranzen der Teile um bis auf 50 Prozent minimiert. Auf dem Zifferblatt sind es winzige Details, worin sich die automatische Tangente von der herkömmlichen mit Handaufzug unterscheidet: Die kleine Typografie in der Minuterie, eine leicht veränderte kleine Sekunde und der Schriftzug „Automatik“ unter dem Nomos-Logo.

Nomos Glashütte: Tangente Automatik und Tangente
Nomos Glashütte: Tangente Automatik und Tangente

Ansonsten behält die Ur-Nomos ihr Design und damit ihre schnörkelloser Eleganz, was sie zu einem Markenzeichen der Manufaktur macht. Und auch der Preis soll in der bekannten Range bleiben. Die Tangente Automatik ist für den Herbst mit 2.600 Euro angekündigt. MaRi